Nach dem großen Erfolg der "Generalprobe" legten wir im Jahr 2016 mit dem "Straßenfest" ein weiteres Musical der besonderen Art nach.

  

Zeitlich fiel es mit dem Drama um das FKKZ auf der Freiheit in Schleswig zusammen, wo der Eigentümer den Musikern und Künstlern, die dort ihre Übungsräume und Studios hatten, kurzerhand den Strom abgedreht hatte. Sie saßen in Dunkelheit und Kälte. Wie soll man da noch gut drauf und kreativ sein?

Im richtigen Leben wie auch auf der Musicalbühne ging aber alles nochmal gut aus. Im Musical veranstalten die rivalisierenden Jugendbanden Tiger und Haie ein gemeinsames Straßenfest, bei dem sie erstaunliche Kunststücke und akrobatische Hingucker vorführen. Das Publikum ist begeistert und spendet kräftig. So kann der alte Schrottplatz, auf dem sich alles abspielt, vor dem Zugriff des Immobilienhais Überschluck gerettet werden ...

Hier der Bericht von Kerstin Frischkemuth aus den Schleswiger Nachrichten vom 16. Februar 2016 mit einem Ausschnitt von ihrem Foto:

Kinder aus St. Jürgen begeistern auf der Theaterbühne

 Jan Ahmed zeigt Hula-Hoop

Rhythmisches Klatschen und Stampfen hinter der Bühne machte das Publikum auf ihren Plätzen im Slesvighus am Sonntagabend neugierig. Nicht nur der Schrotthändler Peter (gespielt von Lennart Bendixen), der in seinem Sessel auf der Bühne aufwachte, schnipste und klopfte mit, bis er schließlich seinen Schrott in Musikschlaginstrumente verwandelte".

Zwölf Kinder der Grundschule St. Jürgen sowie drei von der Wilhelminenschule eroberten daraufhin singend für ihre Premiere des Musicals ,,Das Straßenfest“ die Bühne - und hielten die Spannung bis zum Schluss aufrecht". Galt es doch für die Straßenbanden Tiger und Haie den Schrotthandel zu erhalten, der auf dem vom Immobilienhai Überschluck (gespielt von Jin Brahim) gekauften Grundstück stand. Musik, Tanz und Theater sorgten in den folgenden 30 Minuten für ein abwechslungsreiches Programm.

Die Zweit- bis Viertklässler zeigten mit viel Spielfreude - alleine oder höchstens zu zweit - vielfältiges Talent, angefangen vom Cachon- Spiel über Breakdance und anderen Tanzeinlagen bis hin zum Trompeten mit einer Blech-Gießkanne. Professionell zeigten sich dabei besonders Jessica Albrecht und Anna-Linn Christian, die sich weder durch Stolpern beim Seilspringen noch von einem kaputten Hula-Hoop-Reifen von ihrer Darstellung abhalten ließen. Aber auch die anderen Kinder bewiesen großen Mut unter der Leitung von Janina Wolf, Lennart Bendixen, Doris Riemann und Liza Steinbock (Bundesfreiwilligendienst).
Kein Wunder also, dass am Ende der Vorstellung selbst Überschluck auf sein Geld verzichtete.

„Die Kinder sind teilweise über ihre Grenzen hinausgegangen und trotzdem dabei geblieben", zog Doris Riemann ihr Resümee von dem Projekt, das mit dem Beginn des neuen Schuljahres in der St.-Jürgen- Schule angefangen hatte. Möglich war dies für die sieben- bis zehnjährigen Schüler durch die Kooperation mit dem Landestheater, der Kreismusikschule, dem Rotary-Club Schleswig-Gottorf sowie dem Kinderschutzbund.